Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), verwies auf die erheblichen Einsparpotenziale, die sich mit Recyclingpapier erzielen lassen. „Bei der Herstellung von Recyclingpapier lassen sich im Vergleich zu Frischfaserpapier allein im Bereich Energie und Wasser rund 50 % einsparen. Würde zum Beispiel alles Kopierpapier, das Deutschland jährlich nutzt, aus Recyclingpapier stammen, ließe sich soviel Wasser sparen, wie die Wuppertalsperre – eine der Trinkwasserreserven des Ruhrgebiets – fasst. Mit dem Aktionstag möchten wir diese Effekte ins Bewusstsein von Verbrauchern, öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen rufen“, so Michael Söffge.
Zahlreiche Städte in Nordrhein-Westfalen sind bereits vorbildhaft bei der Verwendung von Recyclingpapier. Bei den erstmals im vergangen Jahr ermittelten Daten zum Papierverbrauch deutscher Großstädte belegen gleich vier Städte aus Nordrhein-Westfalen Plätze unter den ersten zehn. Aachen setzt zu 100 % Recyclingpapier in der Verwaltung und im Schulbereich ein und wurde 2008 als erste recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands ausgezeichnet.(1)
Am Beispiel des überdimensionierten Büroordners auf dem Carlsplatz wurden die Einspareffekte von Recyclingpapier veranschaulicht: Sein Volumen entspricht der Menge an Büropapier, die Deutschland etwa alle 15 Minuten verbraucht – rund 24 Tonnen. Mit der Herstellung von Recyclingpapier in der dargestellten Menge des Ordners werden allein rund 156.000 Kilowattstunden eingespart. Dies ist der Jahresstromverbrauch von ca. 40 Vier-Personen-Haushalten (2). Die höchsten umweltschutzbezogenen Standards garantiert der Blaue Engel für Recyclingpapier. Um den Blauen Engel zu erhalten, muss Papier strengste Kriterien beim Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutz erfüllen.
(1) Quelle Papieratlas 2008
(2) Berechnung basierend auf Ergebnissen der Studie des IFEU-Instituts Heidelberg (2008)